Schwingenführer Deschelef ay Baghtiar

 

Bruder Dschelef, Ritter vom Orden des Heiligen Golgari und Schwingenführer der Schwinge "Golgaris Ehr`"

 

Dass ein Menschenleben in Mhanadistan wenig zählt lernte der Junge Dschelef schneller als ihm lieb war. Aus Geldmangel war seine Familie gezwungen den Sohn eines Reisbauern in die Sklaverei zu Verkaufen. Somit führte ihn der Weg nach Fasar, die Stadt der Erhabenen, wo er nur für einen einzigen Zweck gehalten wurde: Als Gladiator die Erhabenen in der Arena zu unterhalten.

Sein Leben schien in dem Moment zu Ende als die Sandlöwen die Arena betraten. Hungrig und Grausam fuhren sie in die Reihen der auserwählten Sklaven. Nur Dschelef blieb als letzter noch übrig. Bewaffnet mit Krummdolch und Lederschild, mit dem Mut der Verzweiflung, stellte er sich den Bestien und überlebte. Die Zuschauer tobten und die Mächtigen der Stadt rieben sich die Finger nach dem Talent.

So geschah es das Dschelef „Die Khoramsbestie“ zu einem der besten und gefürchtesten Gladiatoren Fasars avancierte. Kaum einer vermochte lebendig gegen den Doppelkhunchomer des mittelgroßen Gladiators zu bestehen. Schnell wurde der Tod für Dschelef etwas Alltägliches. So erwählte der Gladiator früh Boron zu seiner Gottheit.
Lange ging dieses Spiel so weiter, Dschelef erhob sich zum Liebling der Massen, doch das sollte seinen Untergang herbeiführen. Denn seine Beliebtheit zog auch viele Neider und Feinde nach sich, so dass eines Morgens ein stadtbekannter Gladiator leblos den Gadang hinab trieb.

Wieder schien Dschelefs Leben beendet und wieder schenkte „der Schweigsame“ dem Mann aus Baghtiar ein neues Leben. Angewidert vom Leben in Fasar wandte sich Dschelef nach Norden, erreichte Punin und somit die Golgariten, die führ ihn wie eine Offenbarung waren.
Im Jahre 1018 BF zählte Dschelef beim Eintritt als Knappe unter Ritter Viridrian bereits 25 Götterläufe. Nach der Dämonenschlacht 1021 BF in der sich Dschelef als Bewahrer des Banners hervortat und unzählige Feinde ins Verderben stürzte, erhielt er die Ritterleite in der Schwinge Golgaris Ehr.
Als der  Schwingeführer seiner Schwinge vor Beilunk viel, erhob man Dschelef im Jahre 1027 zum Schwingenführer der Schwinge Golgaris Ehr.

Schwingeführer Dschelef ay Baghtiar zählt nun 34 Götterläufe. Seine Tulamidischen Wurzeln und seinen etwas südlicheren Boronsglauben hat er nie Verleugnet.
Seine Haare sind wie es sich für einen Fasarer Gladiator gehört Kahl geschoren. Schwarze Augen und einen kleine Narbe an der Stirn unterstreichen seine Persönlichkeit. Als harter Lehrmeister und unnachgiebiger Tulamide kam er manchmal mit den Ordensoberen in Konflikt. Doch er ist verlässlich und dem Orden treu ergeben. Todesangst kennt er nicht, doch die Todessehnsucht liegt ihm ebenso fern. Als hervorragender Einzelkämpfer sind seine Dienste als Ausbilder gern gesehen.
Schuppenpanzer, Streifenschurz, Doppelkhunchomer und der Rabenschnabel sind seine Ausrüstung.

 

Text: Michael Keil